Radtour Doppeltes Lottchen auf dem Kocher Jagst Radweg durch Hohenlohe

~ Werbung ~ Endlich Sommer! Es riecht nach Rosen und Wiesenblumen, nach würzigem Heu und weidenden Schafen, als wir an diesem Wochenende auf dem Kocher-Jagst-Radweg unterwegs sind.

Stück für Stück wollen wir den beliebten Radweg vor unserer Haustüre erkunden – los geht´s mit der richtig tollen Zwei-Tages-Tour Doppeltes Lottchen, die uns mithilfe von zwei Querverbindungen durch ein besonders schönes Stückchen Hohenlohe führt.


Der Kocher-Jagst-Radweg auf einen Blick

  • Rundtour z.B. ab / bis Aalen entlang der fast parallel verlaufenden „Zwillingsflüsse“ Jagst und Kocher
  • Vom Ursprung der beiden Flüsse im Ostalbkreis durch Hohenlohe bis zur Mündung in den Neckar im Heilbronner Land
  • 332 Kilometer mit offiziell 6 Etappen
  • Dank 13 Querverbindungen sind kürzere Tages- und Wochenendtouren möglich
  • Ausgezeichnet mit 4 Sternen beim ADFC
  • Perfekte Kombination aus Radfahren, Naturerlebnis, Kultur & Genuss
  • Beliebt und an schönen Sonntagen stark befahren – eine Tour unter der Woche lohnt sich!

Auf der offiziellen ⇒ Website gibt’s viele Infos zum Radweg mit Karten, GPX-Download, Etappenvorschläge, Gastgeberverzeichnis, Tagestouren u.v.m.


Radtour Doppeltes Lottchen auf dem Kocher Jagst Radweg durch Hohenlohe
Doppeltes Lottchen – auf dem Kocher-Jagst-Radweg durch Hohenlohe

Doppeltes Lottchen – eine Radtour zu Land und Leuten in Hohenlohe

Sollte ich irgendwann mal gesagt oder geschrieben haben, die Hohenloher können ganz schön grummelig sein – SORRY! Unsere Radtour beweist definitiv das Gegenteil. Selten sind wir quasi im Vorbeiradeln mit so vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Fast ein wenig enttäuscht sind manche, dass wir selbst von hier sind. Hätten sie doch gerne gehört, dass man extra von weit her angereist ist, um ihr schönes Hohenlohe zu besuchen. Geheimtipps gibt´s für uns natürlich trotzdem zahlreich mit auf den Weg 🙂

So ist das Doppelte Lottchen für uns nicht nur eine geniale Radtour, um in die Hohenloher Landschaft einzutauchen. Sondern auch ein Ausflug zu den Menschen, die hier zuhause sind. Und das ist wunderbar, ganz egal ob man selbst aus der Region kommt oder vom anderen Ende Deutschlands anreist!

Entlang der Strecke lässt sich vieles entdecken, was wir an unserer Heimat so lieben: die herrliche Natur im Jagst- und Kochertal mit ihren Trockenhängen und Steinriegeln, würzig duftenden Magerwiesen und Streuobstbäumen; Landwirtschaft und Weinberge, hübsche Fachwerk-Städtchen, Burgen, Schlösser und Kirchen.

Mit ein bisschen Glück lassen sich wilde Orchideen und seltene Schmetterlinge, Rotmilane oder sogar Eisvögel beobachten. Aber auch kleine Schätze wie die Wallfahrtskapelle St. Wendel zum Stein, die sich seit Jahrhunderten zwischen riesige Tuffsteinfelsen und den Fluss schmiegt (ein absolut toller Ort!). Und natürlich gibt es auf der Strecke super Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, von denen wir euch noch ein paar vorstellen.

Radtour im Jagsttal zur Kapelle St Wendel zum Stein Doerzbach

Radtour Doppeltes Lottchen auf einen Blick

  • Länge: 106 km
  • Start / Ziel: z.B. Ingelfingen (Parkplatz Stadthalle)
  • Höhenmeter: 618 hm
  • Wegcharakteristik: Überwiegend gut ausgebaute Radwege und wenig befahrene Landstraßen
  • Beschilderung: „DL“ auf schwarzem Fahrrad, Kocher-Jagst-Radweg sowie Querverbindungen Q2 und Q6
  • Einkehrmöglichkeiten: reichlich
  • Übernachtungstipp: Altes Amtshaus Ailringen
  • Extra Tipp: Im Sommer Badesachen einpacken!

Unsere Route:

  • Tag 1: Im Kochertal von Ingelfingen über Künzelsau nach Braunsbach, Querverbindung Q6 nach Bächlingen, rauf nach Langenburg, durchs Jagsttal über Oberregenbach, Unterregenbach und Mulfingen bis Ailringen.
  • Tag 2: Entlang der Jagst über Dörzbach, Krautheim und Schöntal bis Jagsthausen, Q2 bis Sindringen und im Kochertal mit Zwischenstopp in Forchtenberg zurück nach Ingelfingen.

⇒ Die Route zum Nachfahren auf komoot


Tag 1 auf dem Kocher-Jagst-Radweg

Durchs Kochertal von Ingelfingen nach Braunsbach

Los geht´s für uns in Ingelfingen, wo sich ein kurzer Abstecher in den Schlosspark lohnt, bevor wir uns auf nach Künzelsau machen. Wer noch nicht gefrühstückt hat, findet in der Altstadt einige schöne Cafés mit Frühstücksangebot. Auch in den Wertwiesen am Kocher lässt es sich richtig gut aushalten – aber wir wollen ja erstmal ein bisschen Strecke machen.

Wertwiesen und Schloss Kuenzelsau
Wertwiesen in Künzelsau mit Schloss Bartenau

Weiter geht´s am Kocher entlang, durch Morsbach und über das Stauwerk Buchenmühle bis nach einer Kurve Schloss Stetten auf der Höhe thront. Die Landschaft zwischen Kocherstetten und Braunsbach ist einfach wunderschön, das tief eingeschnittene Kochertal hier ruhig und idyllisch. Auch Kühe und Schafe, gemächlich vor sich hin kauend, scheinen zufrieden.

Kocher Jagst Radweg durch das Kochertal bei Steinkirchen
Das Kochertal bei Steinkirchen – einfach schön!

Nach einigen Kilometern erreichen wir Braunsbach. Gerade an diesem Wochenende der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW ist es ein seltsames Gefühl, durch den wiederaufgebauten Ort zu fahren, der 2016 ebenfalls durch unglaubliche Wassermassen völlig zerstört wurde. In der Ortsmitte wurde ein kleiner Pavillon errichtet, der über die damaligen Ereignisse informiert.

In Braunsbach verlassen wir den Kocher-Jagst-Radweg erstmal, um über die Querverbindung Q6 nach Bächlingen ins Jagsttal zu gelangen. Der Anstieg nach Jungholzhausen hat es ganz schön in sich, dank E-Bikes meistern wir ihn aber ohne Probleme 😉 . Sich umzuschauen lohnt sich trotz der Anstrengung, denn hier hat man die Kochertalbrücke – mit bis zu 185 m die höchste Talbrücke Deutschlands – richtig gut im Blick.

Auf der Höhe der Hohenloher Ebene begrüßt uns eine weite, nicht besonders spannende Landschaft mit Feldern und Wald. Wir sind froh, hinter Nesselbach schnell wieder ins Tal düsen zu dürfen.

Im Mittleren Jagsttal von Bächlingen nach Ailringen

Wer die Badesachen eingepackt hat, kann sich in Bächlingen freuen. Denn am Jagstwehr lässt es sich super baden – oder zumindest die Füße kühlen – bevor wir durch die hölzerne Archenbrücke in den Ortskern radeln.

Blick auf Baechlingen an der Jagst in Hohenlohe
Bächlingen an der Jagst in Hohenlohe
Blick auf das Jagsttal rund um Langenburg
Blick zurück nach Bächlingen

Auf der Alten Steige, auf der auch der Pfad der Stille verläuft, radeln wir rauf nach Langenburg. Auch diese Steigung ist nicht ohne und wir schätzen einmal mehr den Komfort, einfach in einen höheren Unterstützungsgrad schalten zu können. Und noch dazu wissen wir ja, dass uns oben angekommen kalte Getränke erwarten 🙂 . Langenburg eignet sich nämlich perfekt für die Mittagspause, z.B. im Schlosscafé mit genialem Ausblick über das Jagsttal.

Ausblick vom Schlosscafe Langenburg auf das Jagsttal
Ausblick vom Schlosscafe Langenburg

Nach der Stärkung lohnt sich ein Bummel durch die kleine Altstadt mit ihrem Torturm, hübschen Fachwerkhäusern und natürlich dem Schloss, in dem immer noch die Fürstenfamilie zu Hohenlohe-Langenburg lebt. Teile des Schlosses können mit einer Führung besichtigt werden. Mit etwas Zeit ist auch das Automuseum einen Besuch wert!

Bis zum Ende unserer Tagesetappe in Ailringen liegt jetzt noch ein wunderschönes Stück Jagsttal vor uns, das wir bereits von mehreren Wanderungen gut kennen und auf das wir uns richtig freuen. Nach einer zügigen Abfahrt erreichen wir als erstes Oberregenbach mit seiner Steinbrücke über die Jagst und einigen richtig hübschen Häusern und Höfen.

Die Jagst in Oberregenbach
Die Jagst in Oberregenbach

Solltest du zum ersten Mal in Unterregenbach sein, nimm dir genügend Zeit! Denn in dem kleinen verschlafenen Dorf gibt’s überraschend viel zu entdecken. Mitten im Ort, wo heute die St. Veit Kirche steht, wurden bei Ausgrabungen zwei frühmittelalterliche Kirchen und Spuren eines Herrensitzes mit Steinkirche nachgewiesen. Unterregenbach war vermutlich lange Zeit ein religiöses Zentrum und Ziel von Pilgern aus ganz Europa. Die bis heute existierende Krypta unter dem Pfarrhaus ist frei zugänglich und beeindruckend.

Mit etwas Glück triffst du Hans-Jörg Wilhelm, der im Pfarrhaus zuhause ist. Er kennt sich bestens aus und gibt gerne Auskunft zur Geschichte des Ortes. Aber auch wer den Hausherrn nicht kennenlernt, sollte seine Hohenloher Schaumweine oder andere Hohenloher HOMEmade-Leckereien aus einem kleinen Selbstbedienungskiosk unbedingt probieren!

Auch zur hölzernen Archenbrücke über die Jagst solltest du einen kurzen Abstecher unternehmen. Gleich neben der Brücke befindet sich am Jagstwehr ein hübscher Grill- und Picknickplatz an dem es sich herrlich picknicken lässt.

Apropos Picknick: Im Restaurant rotermohn werden 2021 die ganze Saison über Picknickkörbe zum mitnehmen angeboten. Das haben wir im Frühjahr natürlich gleich getestet und waren total begeistert!


Zum Weiterlesen: Mehr über das „Rätsel von Unterregenbach“, die Archenbrücke und unser Picknick kannst du in unserem Artikel über den ⇒ Pfad der Stille Mulfingen nachlesen!


Kirche St Veit in Unterregenbach
Kirche St. Veit in Unterregenbach
Archenbruecke in Unterregenbach auf unserer Wanderung um Langenburg
Die Archenbrücke in Unterregenbach
Das Jagsttal in Hohenlohe auf unserer Langenburg Wanderung
Das mittlere Jagsttal – ein besonders schönes Stück Hohenlohe

Endspurt nach Ailringen

Da wir uns ein bisschen sputen müssen radeln wir an den nächsten Orten – Eberbach, Buchenbach, Berndshofen und Heimhausen – heute zügig vorbei. In Heimhausen können wir eines unserer Lieblingsrestaurants in Hohenlohe, die Jagstmühle, zum Mittag- oder Abendessen sehr empfehlen.

Auf der gesamten Strecke würde ich am liebsten alle paar Meter stehen bleiben, fotografieren oder einfach nur genießen. Überall blühen die Wiesen, an den gegenüberliegenden Jagsthängen türmen sich riesige alte Steinriegel.

Einen letzten Stopp legen wir bei der St. Anna Kapelle Mulfingen ein, ebenfalls ein ganz besonderer und spiritueller Ort in Hohenlohe. Die Wallfahrtskapelle wurde 1510 an einer Quelle erbaut, die schon in altgermanischer Zeit als heilkräftig und wunderwirkend galt. Rund um Mulfingen kannst du übrigens auf den (sehr empfehlenswerten!) Pfaden der Stille ganz verschiedene Impulse & Orte der Stille entdecken.

Das Alte Amtshaus in Ailringen – übernachten in historischen Gemäuern

Am Nachmittag erreichen wir das Alte Amtshaus in Ailringen, in dem wir heute übernachten werden. Bevor wir es uns gemütlich machen, bekommen wir sogar noch eine kleine Führung durch das 1580 erbaute ehemalige Deutschordenshaus, dessen lange Geschichte überall sicht- und spürbar ist.

Altes Amtshaus Ailringen
Das Alte Amtshaus in Ailringen – ein hübscher Fachwerkbau

Ob „Amtsstube“, „Fruchtboden“ oder „Waffenkammer“ – alle 15 Zimmer sind individuell und liebevoll eingerichtet, jedes mit eigenem Charakter und eigener Geschichte. In der „Schultheißstube“ wurde zum Beispiel das ursprüngliche Fachwerk freigelegt, in den „Heuschober“ Maisonette-Suiten die mächtigen Holzbalken integriert. In unserem Zimmer, der „Amtsstube“, übernachtete 1999 sogar schon der Dalai Lama!

Amtsstube im Hotel Amtshaus Ailringen im Jagsttal
In der „Amtsstube“ übernachtete sogar schon der Dalai Lama

Leider wurde der à la carte Betrieb des Restaurant Amtskeller 2020 eingestellt, der Gewölbekeller bleibt aber (z.B. für Hochzeiten oder Familienfeiern) exklusiv buchbar und regelmäßige Kochkurse mit Sternekoch Sebastian Wiese werden angeboten.

Amtskeller Altes Amtshaus Ailringen

Auf der gemütlichen Terrasse gönnen wir uns ein Stück hausgemachten Kuchen, bevor wir noch eine Runde durch Ailringen drehen. Eine Besonderheit des verschlafenen Örtchens ist die Kirche mit ihrem denkmalgeschützen Friedhof. Statt individuellen Grabsteinen stehen hier einfache Holzkreuze, mit denen Wertefreiheit und Gleichheit vor Gott bis in den Tod gewährt bleiben sollen.

Auch abends müssen wir zum Glück nicht mehr mit den Rädern los, im Hotel werden kleine Tellergerichte angeboten und wir lassen den Tag ganz entspannt mit einem Glas Hohenloher Wein ausklingen.


Seit 2020 ist das Alte Amtshaus Bett + Bike zertifiziert, auf die Bedürfnisse von Radfahren ist man also bestens eingestellt. ⇒ Spezielle Pakete und Angebote für Radfahrer sowie Tipps für Touren rund um Ailringen findest du auf der Website des Alten Amtshaus.


Tag 2 auf dem Kocher-Jagst-Radweg

Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück unter dem strahlend blauem Sommerhimmel startet unsere Tour am nächsten Morgen ganz nach unserem Geschmack. Nämlich inmitten blühender Wiesen und umgeben von steilen Trockenhängen in der herrlichen Kulturlandschaft des mittleren Jagsttals!

Steinriegel auf dem Kocher-Jagst-Radweg im Jagsttal
Alte Steinriegel an den Trockenhängen über der Jagst

Kurz nach Hohebach erreichen wir einen ganz besonderen Ort in Hohenlohe – die Kapelle St. Wendel zum Stein. Seit 1515 ruht sie hier eingeklemmt zwischen riesigen Felsen und der Jagst in schönster Natur.

St. Wendel zum Stein auf der Radtour Doppeltes Lottchen
Die Kapelle St. Wendel zum Stein „klemmt“ zwischen Jagst und Felsen

Mehr Infos über die Kapelle und ihre Legende gibt´s in unserem Artikel zur ⇒ Wanderung auf dem Pfad der Stile Dörzbach


Neben der Dreifaltigkeitskirche und dem Schloss der Familie von Eyb ist die restaurierte und voll funktionsfähige Ölmühle in Dörzbach sehr schön anzusehen. Nach Abstimmung kann sie sogar besichtigt werden. Richtung Klepsau und Krautheim ändert sich die Landschaft um uns herum etwas, die Trockenhänge weichen Weinbergen und die Wiesen werden durch mehr Felder abgelöst.

Radtour Doppeltes Lottchen auf dem Kocher Jagst Radweg durch Hohenlohe
Restaurierte Ölmühle in Dörzbach an der Jagst

Wer genügend Zeit und Power hat, kann in Altkrautheim einen Abstecher rauf auf die Burg machen. Hier trifft man zum ersten (aber nicht zum letzten) mal heute auf den berühmten Götz von Berlichingen, der 1516 den „Schwäbischen Gruss“ zur Burg Krautheim hinaufgerufen haben soll.

Auf dem folgenden Abschnitt bis Kloster Schöntal waren wir letztes Jahr mit den Kanus auf der Jagst unterwegs – auch ein tolles Erlebnis!

Die Jagst in Hohenlohe
Ebenfalls super entspannt: Mit dem Kanu von Krautheim nach Schöntal

Kloster Schöntal

Blick vom Abteigarten auf das Kloster Schoental
Blick vom Abteigarten auf das Kloster

Solltest du wie wir an einem Sonntag unterwegs sein, kann es im Kloster Schöntal ganz schön wuseln. Ein Plätzchen im Biergarten oder im Klostercafé zu ergattern wird dann zur Glückssache, aber ein bisschen Geduld lohnt sich!


Mehr zum Kloster inkl. Tipp für einen tollen Aussichtspunkt erfährst du in unserem Artikel ⇒ Wandern um Kloster Schöntal.


Direkt neben dem Kloster liegt ein toller und im Sommer immer gut besuchter (nicht offizieller) Badeplatz an der Jagst.

Badeplatz am Wehr an der Jagst in Schoental
Schöner Badeplatz an der Jagst

Mittagspause in Jagsthausen

Da es uns rund um das Kloster heute doch etwas zu trubelig ist entscheiden wir uns, unsere Mittagspause im Roten Schloss in Jagsthausen zu verbringen. Im Biergarten, in dem man auch wirklich schön sitzt, gibt’s unter anderem leckere Flammkuchen.

Biergarten Rotes Schloss Jagsthausen

Gleich gegenüber liegt die Götzenburg Jagsthausen, wo jeden Sommer die bekannten Burgfestspiele im Burghof stattfinden.

Goetzenburg Jagsthausen auf dem Kocher Jagst Radweg

Zurück ins Kochertal

Eigentlich führt der Radweg jetzt über die Querverbindung Q2 von Jagsthausen nach Sindringen zurück ins Kochertal – den Radlertreff der Krone am Fluss hatten wir für eine kleine Pause auch schon fest eingeplant. Allerdings haben wir bis Jagsthausen so getrödelt, dass wir uns eine Abkürzung direkt nach Forchtenberg-Ernsbach genehmigen.

Mittelalteridylle in Forchtenberg

Für Forchtenberg solltest du nochmal etwas Zeit einplanen. Denn die Stadt ist total schön und es gibt einiges zu entdecken. Allein die mittelalterliche Altstadt mit ihrer vollständig erhaltenen Stadtmauer, dem Würzburger Tor, Fachwerkhäusern und mehreren Türmen ist absolut sehenswert. Über der Altstadt thront die einfach zu erreichende Burgruine mit Aussichtsturm, am Kocherufer kann man die Füße im Fluss kühlen und danach einen Blick ins Barocke Gartenhaus werfen. Alle Sehenswürdigkeiten lassen sich über den „Hans und Sophie Scholl Pfad“ zu einem Rundgang verbinden. Die beiden späteren Widerstandskämpfer verbrachten ihre Kindheit in Forchtenberg, auf ihren frühen Lebensspuren wurden ihnen zu Ehren weiße Rosen gepflanzt.

Forchtenberg am Kocher auf der Radtour Doppeltes Lottchen idurch Hohenlohe
Forchtenberg am Kocher
Gartenhaus Forchtenberg am Kocher
Das barocke Gartenhäuschen in Forchtenberg
Die Altstadt von Forchtenberg in Hohenlohe
Fachwerk in der Forchtenberger Altstadt

Einkehren kannst du im Biergarten, im Restaurant El Greco oder in Fröscher´s Besen in der Alten Kelter (Öffnungszeiten prüfen!).

Durch das Kochertal zurück nach Ingelfingen

Die Landschaft entlang des Kochers ist nun eine völlig andere als auf der gestrigen Etappe zwischen Künzelsau und Braunsbach. Hier wächst der Wein an den Hängen (halte Ausschau nach dem zweitgrößten Weinfass Europas!), im Tal radelt man vorbei an Weltmarktführern wie Bürkert und Gemü.

Ein Abstecher in die Weinberge, zum Beispiel zur heute geöffneten Weinberghütte des Weingut Gaufer (Plakate im Ort, falls geöffnet), hätte sich auf jeden Fall gelohnt – aber unsere Beine wollen die steilen Weinberge nach dieser Tagestour dann doch nicht mehr in Angriff nehmen 😉

Fazit zur Radtour Doppeltes Lottchen

Wir haben unser Fazit ja bereits am Anfang etwas vorweg genommen. Für uns ist die Radtour Doppeltes Lottchen eine tolle Möglichkeit, den Kocher-Jagst-Radweg als Zwei-Tages-Tour zu erkunden! Entlang der Strecke entdeckst du nicht nur die herrliche Natur des Jagst- und Kochertals. Sondern lernst auch die vielen kulturellen Highlights, tolle Menschen, Dörfer und Städtchen kennen. Natürlich kommt auch der Genuss nicht zu kurz – schließlich befinden wir uns in der ersten offiziellen Genießerregion Baden-Württembergs 🙂

Info: Da wir beim Radfahren nicht ganz so viele Fotos machen wie sonst, haben wir zusätzlich ein paar Fotos von früheren Wanderungen und Ausflügen in den Beitrag eingefügt.

Transparenz: Wir wurden eingeladen, im Alten Amtshaus in Ailringen zu übernachten. Vielen Dank dem gesamten Team für den herzlichen Empfang und den tollen Aufenthalt! Unsere Meinung bleibt dadurch unberührt 🙂